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Obst

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Obst ist eine Sammelbezeichnung für Früchte oder Samen, die von mehrjährigen Sträuchern, Stauden oder Bäumen stammen, wie zum Beispiel von einem Pflaumenbaum. Mehrjährig bedeutet, dass die Pflanze nach dem Einpflanzen immer weiter wächst, in jedem Frühling blüht und neue Früchte trägt. Jedes Jahr wiederholt sich dieser Vorgang und kann über viele Jahre fortdauern. Einige Obstbäume sind über 100 Jahre alt. In diesem Punkt unterscheidet sich das Obst vom Gemüse. Gemüsepflanzen sind in der Regel nicht so langlebig. Sie sterben spätestens zwei Jahren nach dem Einpflanzen ab und müssen neu gepflanzt werden. Tomatenpflanzen zum Beispiel müssen jedes Jahr neu gesetzt werden.

Der Anbau von Obstbäumen hat besonders im Bergischen Land eine lange Tradition. Bis in die 1950er Jahre hat der Obstanbau das Bergische Land geprägt. Die Landschaft zeichnete sich durch ihre Obstwiesen aus, die sogar doppelt genutzt wurden. Durch die Pflanzung von hochstämmigen Obstbäumen, konnten die Wiesen gleichzeitig als Viehweide genutzt werden. In den vergangenen Jahrzehnten nahmen das Interesse und die wirtschaftliche Nutzung der Obstwiesen jedoch ab. Dies kann auf die veränderten Lebensweisen, den zunehmenden Wohlstand und den globalen Handel zurückgeführt werden. Heutzutage weckt der Anbau von Obstbäumen vor allem bei Hobbygärtnern wieder Interesse. Denn das Bewusstsein scheint sich zugunsten einer ökologischen und nachhaltigen Ernährung zu verschieben.

Quellen:

Bartl, Alfred: Obstbau im Bergischen Land, Köln 1997

Internetpräsenz der WDR-Kindersendung Wissen macht Ah! Rubrik Bibliothek. Artikel Was ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? online unter: http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/obstgemuese.php5

von Lena Hölzer

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